Mit einer kleinen Exkursion nach Cassis haben wir den Wirren des öffentlichen Verkehrs
getrotzt und nochmals die Calanques besucht, diesmal mit Schnorchel;-) Bei Wochenend
und Sonnenschein geht’s hier zu wie auf der Donauinsel und selbst ein längerer Fußmarsch
in der Sonne hält die Menge nicht zurück. Aber das Wasser ist glasklar und die
Mittelmeerfische hier noch zahlreich.
Zurück geht’s mit “zufällige Busse”, aber immerhin gilt unsere Fahrkarte.
Danke für eure Begleitung, bis zum nächsten Mal!
Unter Möwen
Posted onBlauer Himmel, wenig Wind, angenehme Temperaturen: perfekt für die Insel. Wir ergattern einen Platz auf der Fähre und setzen über zum berüchtigten Chateau d’If, von dem einst, Dumas zufolge, Edmond Dantes entkam. Dicke Mauern, vergitterte Fenster, ja man kann es sich vorstellen. Gegen Bezahlung gab’s auch bessere Zellen.
Auf den Türmen der Festung weht jedoch ein frischer Wind, draußen am Meer herrscht reger Wochenendverkehr, vor Les Goudes ist eine Regatta ist im Gange.
Auch wir fahren weiter nach Port Frioul, die Inseln Ratonneau und Pomegues wurden hier durch eine Mole miteinander verbunden. Den anderen Besuchern folgend, entscheiden wir uns für Pomegues. Hier haben die Möven die Herrschaft über die Insel übernommen. Sie nisten hier und bewachen ihre schon recht fetten, aber zumeist noch flugunfähigen Jungen. Bei den alten Bunkeranlagen am Cap Caveaux entgehe ich nur knapp einer Attacke, jausnen trauen wir uns hier nicht.
Dann ist es Zeit für eine Badepause. Das Kraxeln haben wir ja gestern schon geübt und so dauert es nicht lange und wir sind unten in der Calanque de la Crine, heute zwar kein exklusives Vergnügen, aber trotzdem wunderschön!
Calanques
Posted onMit einem Besuch der Cosquer Höhle nehmen wir Abschied von unseren prähistorischen Reisebegleitern. Das Original wurde erst in den 90igern vom Taucher Henri Cosquer entdeckt. Der Höhleneingang liegt heute in 35 m Tiefe in den zerklüfteten Steilufern der Calanques und ist nicht erschlossen. In der Eiszeit lag der Meeresspiegel um mehr als 100 m tiefer als heute und die Menschen des Gravettien gelangten trockenen Fußes in die Grotte. Ab 10000 vor Christus war der Eingang geflutet und die Malereien blieben vollständig unberührt – zumindest die oberhalb des Meeresspiegels. In den letzten Jahren knabbert schon der Klimawandel an den Kunstwerken.
Die Besichtigung der Nachbildung erfolgt mit einer Art Grottenbahn, was die Illusion unserer Meinung nach etwas beeinträchtigt, dafür den Zugang für Behinderte ermöglicht. Man sollte diese Höhle daher eher vor den Repliken von Chauvet und Lascaux besuchen, dann ist es eindrucksvoller. Einmalig, weil sonst nirgends abgebildet sind Zeichnungen und Ritzungen von Meerestieren, wie Robben und im Audioguide als Pinguine verkaufte Riesenalke.
Der Wind hat die Wolken davon geblasen, dafür fahren heute keine Fähren und zum Baden ist es zu kalt. Ideal daher zum Segeln oder Wandern in den Calanques.
Die Route, die der Bergfex vorschlägt, ist als mittelschwer bewertet und landschaftlich überwältigend. Fröhlich traben wir los. Die Stöcke sind natürlich wie immer zu Hause geblieben. Das rächt sich schon bald, der Weg wird zunehmend gebirgiger. Zu denken hätte uns vielleicht geben sollen, dass uns nur junge, sportliche Menschen auf diesem Pfad begegnen. Sind zunächst noch Stufen in den Fels gehauen, ist der Durchstieg am Col du Bres schon eine Kletterei und bergab dann, was ich besonders schätze, eine ausgesetzte Serpentine über Hangschutt. Ja, wir sind noch am Weg, kürzen dann aber direkt nach Les Goudes ab und umrunden das Kap und die Überreste eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg. Die Fähre fährt immer noch nicht, daher nehmen wir den Bus zurück in die Stadt.
Im Fischerhafen Vallon d’Auffes soll es gute Restaurants geben. Das haben aber offensichtlich alle gelesen und die Bucht ist gesteckt voll. Daher nichts wie weg! Gleich ums Eck hat ein Restaurant neu eröffnet und wir gönnen uns ein gutes französisches Abendessen mit gratinierten Muscheln und Minicalamari als Vorspeisen und einer gegrillten Dorade für mich und einer wunderbar zarten Entenbrust für Klaus. Und ein Freibier fürs Warten obendrauf!
Rund um den alten Hafen
Posted onVon unserem Apartment im Quartier Endoume gehen wir durch die Gassen hinunter zum Vieux Port, vorbei am Palais de Pharo, das Napoleon III. auf das Kap südlich der Hafeneinfahrt bauen ließ, und am Jachthafen. Die besten Liegeplätze am Kai sind den schönen klassischen Jachten vorbehalten.
Um nicht den ganzen Tag zu Fuß gehen zu müssen, erwerben wir an der Metrostation einen RTM- Pass (dafür braucht man ein Foto) und laden ihn mit einer Wochenkarte auf. So ausgestattet begeben wir uns weiter in den Dschungel der Großstadt und schlendern durch Le Panier, wo Kunst, Kitsch, Graffiti und urban gardening zu Hause sind. Nicht zu vergessen die Kathedrale Le Major, ein wahrhaft pompöses neobyzantinisches Riesending, das die alte Kirche deren Ursprünge ins 5. Jahrhundert zurückreichen, quasi unter sich begraben hat.
Derselbe Architekt hat sich auch auf der anderen Seite bei Notre Dame de La Gard ausgelassen. Dorthin zieht es so viele Touristen, dass man kaum zur Tür hineinkommt, und endlich drinnen genügt uns ein Blick auf noch mehr Gold verzierte Kuppeln, dass wir schnell wieder den Rückzug antreten. Aber der Blick von hier oben auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln ist einmalig und lohnt den Ausflug.
Die aufziehenden Wolken verheißen nichts Gutes, doch ein kleiner Abstecher zum Stadtstrand Plage de Catalanes geht sich noch aus. Als Regenprogramm gibt’s interessante Ausstellungen im MUCEM und das Fort St. Jean, das gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Fort St. Nicolas die Hafeneinfahrt bewacht.
Der Kreis schließt sich
Posted onIn Arles kommen wir wieder zurück zu den Römern. Mit Theater, Arena und Zirkus bot Caesars Lieblingsstadt einst allerlei Unterhaltung. Auch die Thermen waren nicht zu verachten. Ganz modern gab es in der antiken Wellnessoase zu verschiedenen Zeiten Eintritt nur für Männer oder Frauen oder aber gemischt. Der Eintritt war im Gegensatz zu heute für jedermann erschwinglich. Leider hat man die antiken Bauten aber auch als Steinbrüche genutzt, selbst beim Klosterbau wurden gleich ganze Säulen verwendet.
Auch heute ist Arles eine hübsche, lebendige Stadt, deren Sehenswürdigkeiten mehr als nur ein paar Stunden auf der Durchreise verdient hätten.
Wir aber quälen uns wieder aus dem für moderne SUVs viel zu engen Parkhaus heraus (diesmal gabs im Gegensatz zu Carcassonne das im Google verzeichnete wenigstens) und besuchen noch das archäologische Museum in dem unter anderem ein erst 2004 in der Rhone entdecktes und gut erhaltenes römisches Frachtschiff ausgestellt ist.
Sonst gibt’s auch für jeden Geschmack etwas, vom Phallussymbol als kleines Bronzeamulett bis zur schönen Venus von Arles, die einst auch König Louis XIV. bezauberte.
Noch eine Stunde Fahrt, dann können wir unser braves Auto, dreckig aber unversehrt am Flughafen von Marseilles abgeben. In die Stadt bringt uns ein exotisch aussehender Uberfahren mit einem hochmodernen Tesla. Gut, dass wir so schlank gepackt haben;-)
Wir beziehen ein überaus gemütliches Apartment mit schattigem Innenhof und richten uns für die verbleibenden vier Tage häuslich ein.
Durch die Sümpfe
Posted onWas wir gestern noch als Froschgesang interpretiert haben, stellt sich als Flamingokommunikation heraus. Im benachbarten Vogelschutzgebiet kann man sie, schön rosa gefärbt, in großer Zahl hautnah erleben. Außerdem noch Grau-, Silber-, Seiden- und Kuhreiher, Sichler, Säbelschnäbler, Löffler, Ibisse, Brandgänse, Stockenten, Teichhühner, diverse Möwen und Seeschwalben……
Dabei macht sich der Ibis als invasives Neozoon erst seit kurzer Zeit in Europa breit – ich mag ihn trotzdem, die ebenfalls nicht heimischen Nutrias schon weniger.
Eigentlich wollte ich am Nachmittag stilecht einen Ausritt unternehmen, Gewitter oder Nebensaison oder beides zusammen haben die Reitstallbesitzer jedoch wenig motiviert. Daher nutzen wir unser braves, mittlerweile schon gründlich eingestaubtes Auto, solange wir es noch haben, fahren mit der Rollfähre über die kleine Rhone und umrunden den Étang de Vaccarés bis zur Rhonemündung. Die rosafarbenen Salzbecken der Saline de Giraud zur Linken fahren wir bis zum Ende der Piste – und haben unverhofft die endlosen Sandstrände fast für uns alleine.
Die Abenddämmerung färbt die Wolken heute natürlich extra für die Mädchen: rosa;-)
Ab in den Süden
Posted onUm die Stadtmauern von Carcasson zu besichtigen, ist es noch viel zu früh. Wir brechen daher unsere Zelte ab und fahren in die Unterstadt, die Bastide St. Louis, wo der Einheimische wohnt. Die 2 Kirchen waren wegen Bauarbeiten geschlossen, die Ramschgeschäfte reißen uns auch nicht vom Hocker, aber der Espresso am alten Hauptplatz und das Erdbeertörtchen sind ausgezeichnet.
Derart gestärkt machen wir uns auf den langen Weg zurück. Bei Narbonne, der erste Blick aufs Meer, in Aigues Mortes dann eine sehenswerte Befestigungsanlagen, rundum vollständig erhalten, mit Wehrgang, Türmen und einem Leuchtturm versehen. Von hier aus startete einst Louis IX. seinen unnötigen Kreuzzug, von den Franzosen wird er jedoch bis heute als Held und Heiliger verehrt.
Dabei war die Stadt nicht immer dem katholischen Lager zuzurechnen. So wurde der Turm nicht nur als Salzlager, sondern während der Religionskriege auch als Gefängnis für die besiegten Protestanten genutzt.
Der einstige Hafen ist mittlerweile verlandet und das Meer nur durch einen Kanal (bzw. die parallel verlaufende Straße) zu erreichen. Rechts Flamingo, links Flamingo – die Etangs sind voll davon.
An den Salinen vorbei fahren wir zum Proletenstrand nach Grau du Roi, dem ersten Seebad für die breite Masse. Sonne, Sand und Meer, Karussell, Eisstandln, Strandzubehör und Möven sind auch heute noch quantitativ vertreten. Nach einem kurzen Bad im Meer zieht es uns weiter zu unserem Zimmer am Pool in einer kleinen Finca, oder wie auch immer man das hier nennt, in der Camargue.
Abends starten wir noch einen Versuch, eine der großen romanischen Kirchen, die es hier wie Sand im Meer zu geben scheint, zu besichtigen. Diesmal ist Klaus nicht ganz adäquat gekleidet und die Kirche gut besucht – daher gestatten wir uns nur einen kurzen Blick von der Seite. Das Prunkstück, die schwarze Sara, die Schutzherrin der Roma, ist uns dabei entgangen. Von zwei Heiligen Marien sollen hier Reliquien aufbewahrt werden, daher auch der Name Saintes Maries de la Mer. Sonst hat der Ort einiges an Gastronomie zu bieten. Der spanische Einfluss ist hier mit Tapas und Paellas nicht zu leugnen. Ich halte mich an Fisch und Meeresfrüchte, Klaus genehmigt sich einen Burger vom hiesigen Stier – obwohl der hier gepflogene Kampf nicht das Ende des Tieres – und wenn er schnell genug davon rennt, auch nicht des Matadors – bedeutet.
Die Burg der Burgen
Posted onAuf unserem Weg nach Süden wechseln wir nicht nur mehrfach die Departmentgrenzen (überaus verwirrend) sondern auch den geschichtlichen Rahmen: Beginnend mit Monpazier, einem Musterbeispiel einer mittelalterlichen Bastide, mit Arkadengängen, die den zentralen Platz mit der Markthalle säumen und natürlich eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Um Halbzehn ist die Stadt noch wie ausgestorben, auch der Kellner sitzt selbst noch beim Espresso.
Unser nächstes Ziel ist die Burg Bonaguil. Dorthin führen über Berg- und Tal zumeist einspurige Straßen. Es muss irgendwo bessere geben, da auch Busse die Burg anfahren, aber unserem Navi sind die wohl zu minder. Auf Abbildungen thront die Festung auf einem Fels. Von weitem ist jedoch nichts zu sehen. Man nähert sich von hinten durch den Wald. Ja, die Burg ist so gut versteckt, dass die Feinde sie, ohne Navi, nicht gefunden haben, was den super Erhaltungszustand erklärt.
Ab Toulouse geht es auf der Autobahn dann um einiges rascher weiter und wir werfen den Anker. Auf Reede liegen hat nur den Nachteil, dass bis ins Innere der riesigen Burg noch ein schönes Stück zu Fuß, durch die mehrfachen Befestigungsringe hindurch, zu bewältigen ist. Wir beziehen unser Quartier mit Blick auf die Basilika St. Nazaire. (Als Kathedrale fungiert jetzt die Kirche der Unterstadt. Der Hatscher herauf auf die Burg wurde den Bischöfen wahrscheinlich zu viel).
Zweimal schleift mich mein Achilles auf der Suche nach Nahrung um die Mauern der Burg, vielleicht nicht aus Grausamkeit, sondern aus Orientierungslosigkeit. Doch als Lohn der Mühe: ein wahrhaft königliches Beispiel französischer Kochkunst auf den Mauern von Carcassonne.
Les Eyzies
Posted onIn der Grotte du Grand Roc funkeln die Kristalle und ein Besuch der Laugerie Basse gibt Einblicke in das Leben unter den Abris vor 15000 Jahren.
Da es heute nicht ganz so heiß ist, entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung (alternativ hätten wir auch auf der Vezere paddeln können). Geübt haben wir noch gestern Abend ein wenig mit einer kleinen Hausrunde nach Angaben unseres Gastgebers – recht hübsch, doch leider auch ziemlich mit Brennesseln verwachsen. Die Klippen werden durch das Vallée d’Enfer überwunden. Ganz so infernalisch, wie der Name vermuten lässt, ist der Anstieg durch den Eichen- Hainbuchenwald dann doch nicht. Vorbei an kleinen Weilern mit ihren Steinhäusern, an Reitställen, die vor dem Hintergrund der überhängenden Felsen die Steppenlandschaft der Eiszeit wieder auferstehen lassen und an einem kleinen Cluzeau, einer Art in den Fels gehauenen, mittelalterlichen Bunker.
Die Museen sperren hier spät auf und schließen dafür umso früher: schon einmal waren wir zu spät dran, doch heute geht sich ein Besuch im Nationalmuseum für Vorgeschichte noch aus. Einen knappen Rundgang durch die moderne und gut aufgebaute Ausstellung haben wir geschafft, Klaus mit dem deutschsprachigen best-of Prospekt voran, ich brauche etwas länger um die Feinheiten der verschiedenen Steinzeitkulturen zu begreifen, und versäume dadurch manches Gustostück. Um 17:15 werden wir jedoch eine Viertelstunde vor dem Ende der Öffnungszeit höflich, aber bestimmt hinauskomplimentiert. Aber über Funktion und Verwendung der Sperschleuder gibt ja auch das Internet Auskunft.
In der Zwischenzeit hat es aufgeklart und wir können noch einmal unseren piscine privé genießen.
Just in Time
Posted onYou are just in time – your tour starts in 1 minute!”
Uff. Hätte ich nicht mehr geglaubt, dass sich das ausgeht. Wochen im Voraus gebucht, weil hier ohne Online Reservierung angeblich nichts geht, und mit durchaus Luft weggefahren, haben sich der Nebenstraßendschungel und die Baustelle in der Ortsdurchfahrt in Montignac gegen uns verschworen.
Klaus glücklich. weil er dadurch nicht warten muss, ich glücklich, weil sich die Aufholjagd über die Bergstraße ausgezahlt hat, lassen wir uns in die Rekonstruktion der berühmten Höhle hinein schieben. Das Original ist seit 1963 geschlossen. Die Darstellungen hunderter Tiere, vorwiegend Pferde und Rinder, sind eindrucksvoll, die Gruppengröße und die erforderliche technische Ausstattung – der Guide ist nur über Kopfhörer zu verstehen – stören das richtige Höhlenfeeling denn doch etwas. Im angeschlossenen Museum werden die Repliken und ihre Entstehung nochmals näher erläutert und dürfen auch fotografiert werden.
Entdeckt wurde die Höhle 1940 von vier Jungs aus der Gegend, allerdings sind die, die das erste Mal seit ca. 21000 Jahren die Bilder sehen, nicht die eigentlichen Entdecker. Die wurden von einem “Freund” um ihre Erstbegehung betrogen….
Dieses spannende Detail am Rande erzählt dann unser sprach- und sachkundiger Führer in Lascaux II, der ersten Nachbildung aus den 80iger Jahren. Hier ist zwar nur ein Teil der Malereien zu sehen, das viel intimere Ambiente gefällt uns aber besser. Nichts Genaues über das Warum und Wieso die Menschen der Altsteinzeit diese Bilder malten, weiß man nicht. Fest steht, die Höhlen waren nicht bewohnt, rituelle oder spirituelle Gründe werden vermutet. Unser Führer vertritt die Ansicht, dass die Überlagerung von Pferdedarstellungen durch Rinder und zuletzt Hirsche einen Hinweis auf die versetzte Fortpflanzungszeit im Jahreszyklus enthält, was auf Fruchtbarkeits- oder Initiationsriten hindeuten könnte. Die ältere Deutung als Jagdzauber gilt heute als unwahrscheinlich, da das Hauptbeutetier auf dem Höhepunkt der Eiszeit das Rentier gewesen ist – in Lascaux sind jedoch keine Rentiere dargestellt.
Auf dem deutlich entspannteren Rückweg nehmen wir uns Zeit, St.-Leon-sur-Vezere mit der Mannoire de la Salle zu besuchen. Im Schlossgarten befindet sich eine 300 Jahre alte Zeder.
Die romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert wurde über einer gallo-römischen Villa errichtet. Das ganze Ensemble ist natürlich wieder eines der “schönsten Dörfer Frankreichs”. Es ist immer noch glühend heiß und wir beenden unsere Besichtigungen in einem schattigen Bistro am Ufer der Vezere.