Wir verlassen die Mühle und das Quercy um weiter Dordogne abwärts bei Grolejac ein Kanu zu übernehmen. Diesmal haben wir die große Runde gebucht. Nicht weniger als 6 Burgen liegen vor uns auf den anstehenden 20 Flusskilometern. Auf diesem Abschnitt ist schon etwas mehr Betrieb als zuletzt. Dennoch, idyllische Badeplätze finden sich immer wieder, ab und zu reist ein Gast wie die gebänderte Prachtlibelle mit uns. Die für Mai absolut ungewöhnliche Hitzewelle hat Frankreich fest im Griff und wir sind froh, den heißen Tag am Wasser verbringen zu können, während eine riesige Burg, eine mittelalterliche Festung, ein bezauberndes Schlösschen an uns vorbeigleiten.

Zu Mittag legen wir in der Troglodytensiedlung Roque-Gageac an. Viele der Felsenwohnungen stehen heute jedoch leer. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen, verzichten aber darauf bis zum Felsenfort hinauf zusteigen. Dafür bekommen wir endlich das lang ersehnte Eis!

Eh ich vergesse es zu erwähnen: Roque-Gageac ist natürlich auch ein “schönstes Dorf Frankreichs”, ebenso wie 2 Burgen weiter Beynac, das Ende unserer Flussfahrt.

Gegen Abend beziehen wir unseren Landsitz im Perigord Noir. In Gehentfernung zur “Hauptstadt der Vorgeschichte” Les Eyzies liegt das Anwesen in einem kleinen Weiler über dem Tal der Beune, das ebenso wie das bekanntere Vezeretal etliche prähistorische Fundstätten aufweist.

Vom Trubel der nahen Touristenhochburgen ist hier oben nichts zu merken und wir genießen den Swimmingpool und die Ruhe im Garten.