Es tut gut, die Beine hoch zu legen! Bei 35° im Schatten haben wir heute die, zeitmäßig, längste Überfahrt geschafft. Über die Causses und Vallees, vom Tarn zum Lot zur Dordogne reiht sich ein mittelalterliches Städtchen an das andere, auf fast jedem Hügel ein Chateau, jedes für sich als Sehenswürdigkeit angepriesen. Es ist unmöglich, sie alle zu besichtigen.
Als unbedingtes must see liegt das malerische St. Cirq de Lapopie, eines der “schönsten Dörfer Frankreichs” auf unserer Route. Wir erklimmen in der Mittagshitze den Aussichtsfelsen, tief unter uns der Lot mit Wehr, Mühle und Bootsrutsche.
Der Ort selbst bietet ein geschlossenes Ensemble mittelalterlicher Baukunst, ist jedoch sehr touristisch und die Preise sind dementsprechend.
Viel Zeit für den Café bleibt nicht, denn für 14:00 haben wir einen Besuch der nahegelegenen Grotte du Pech Merle reserviert. Hier sind die echten Höhlenmalereien, entstanden um 29000 v. Chr., zu sehen: Wunderschön und berührend die Darstellungen, darunter ein verwundeter Mann und die berühmten gepunkteten Pferde. Auch die Tropfsteingebilde, wie z. B. riesige Scheiben oder Höhlenperlen sind beeindruckend.
Jetzt dauert es nicht mehr lange und gegen Abend erreichen wir die alte Mühle, die wir für die nächsten Tage gemietet haben.
Das liebevoll restaurierte Steinhaus liegt am Fuße des Mt. Mercou zwischen Wald und Nussplantagen an einem Altarm der Dordogne.
Heute serviert der Chef Scholle mit Spargel auf Reis mit griechischem Salat. Bon appetit!