In der Morgendämmerung weckt uns der Gesang einer Amsel noch nicht ganz so melodisch wie es sich gehört, der Junge muss wohl noch etwas üben. Die Idee ist jedoch nicht schlecht und als sich der Morgennebel über der Dordogne hebt, sind wir schon unterwegs (halb so schlimm, da ihr im Osten schon 2 Stunden Sonnenaufgangsvorsprung habt). Im Nachbardorf St. Sozy beginnt die Runde ”Des Roques et des Hommes”, die uns nach einem steilen Anstieg auf die Klippen über dem Fluss führt. Die Stöcke stehen leider gut zu Hause in der Mühle. Vom Aussichtspunkt sehen wir auf das Tal hinunter, dann geht es bergab weiter. Überraschend öffnet sich der Blick auf die riesige Burg des Tages: Belcastel über dem Ort Lacave am linken Ufer der Dordogne.
Der Rückweg führt unterhalb des Aussichtspunktes entlang eines Felsvorsprungs. Links senkrecht, teils überhängend, der Fels, rechts der Abgrund. Die Seilsicherung ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und nur noch bedingt vertrauenswürdig. Zumindest waren die Bergschuhe die richtige Wahl, um am Fels herumzukraxeln und ab und zu eine kleine Höhle zu erforschen.
Des Hommes haben wir auf dieser abwechslungsreichen Wanderung nur einen getroffen.
Nach einer verdienten Siesta hoffen wir auf ein geöffnetes Eisstandl in Creysse. Das entpuppt sich als hübsches Kaff mit altem Gemäuer, Fähranleger und Flussbad. Auf anderweitige Erfrischungen müssen wir, ohne Pfingstmarkt, in der Nebensaison leider verzichten. Gott sei Dank ist unser Kühlschrank noch gut gefüllt!