In der Grotte du Grand Roc funkeln die Kristalle und ein Besuch der Laugerie Basse gibt Einblicke in das Leben unter den Abris vor 15000 Jahren.
Da es heute nicht ganz so heiß ist, entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung (alternativ hätten wir auch auf der Vezere paddeln können). Geübt haben wir noch gestern Abend ein wenig mit einer kleinen Hausrunde nach Angaben unseres Gastgebers – recht hübsch, doch leider auch ziemlich mit Brennesseln verwachsen. Die Klippen werden durch das Vallée d’Enfer überwunden. Ganz so infernalisch, wie der Name vermuten lässt, ist der Anstieg durch den Eichen- Hainbuchenwald dann doch nicht. Vorbei an kleinen Weilern mit ihren Steinhäusern, an Reitställen, die vor dem Hintergrund der überhängenden Felsen die Steppenlandschaft der Eiszeit wieder auferstehen lassen und an einem kleinen Cluzeau, einer Art in den Fels gehauenen, mittelalterlichen Bunker.
Die Museen sperren hier spät auf und schließen dafür umso früher: schon einmal waren wir zu spät dran, doch heute geht sich ein Besuch im Nationalmuseum für Vorgeschichte noch aus. Einen knappen Rundgang durch die moderne und gut aufgebaute Ausstellung haben wir geschafft, Klaus mit dem deutschsprachigen best-of Prospekt voran, ich brauche etwas länger um die Feinheiten der verschiedenen Steinzeitkulturen zu begreifen, und versäume dadurch manches Gustostück. Um 17:15 werden wir jedoch eine Viertelstunde vor dem Ende der Öffnungszeit höflich, aber bestimmt hinauskomplimentiert. Aber über Funktion und Verwendung der Sperschleuder gibt ja auch das Internet Auskunft.
In der Zwischenzeit hat es aufgeklart und wir können noch einmal unseren piscine privé genießen.