Von unserem Apartment im Quartier Endoume gehen wir durch die Gassen hinunter zum Vieux Port, vorbei am Palais de Pharo, das Napoleon III. auf das Kap südlich der Hafeneinfahrt bauen ließ, und am Jachthafen. Die besten Liegeplätze am Kai sind den schönen klassischen Jachten vorbehalten.
Um nicht den ganzen Tag zu Fuß gehen zu müssen, erwerben wir an der Metrostation einen RTM- Pass (dafür braucht man ein Foto) und laden ihn mit einer Wochenkarte auf. So ausgestattet begeben wir uns weiter in den Dschungel der Großstadt und schlendern durch Le Panier, wo Kunst, Kitsch, Graffiti und urban gardening zu Hause sind. Nicht zu vergessen die Kathedrale Le Major, ein wahrhaft pompöses neobyzantinisches Riesending, das die alte Kirche deren Ursprünge ins 5. Jahrhundert zurückreichen, quasi unter sich begraben hat.
Derselbe Architekt hat sich auch auf der anderen Seite bei Notre Dame de La Gard ausgelassen. Dorthin zieht es so viele Touristen, dass man kaum zur Tür hineinkommt, und endlich drinnen genügt uns ein Blick auf noch mehr Gold verzierte Kuppeln, dass wir schnell wieder den Rückzug antreten. Aber der Blick von hier oben auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln ist einmalig und lohnt den Ausflug.
Die aufziehenden Wolken verheißen nichts Gutes, doch ein kleiner Abstecher zum Stadtstrand Plage de Catalanes geht sich noch aus. Als Regenprogramm gibt’s interessante Ausstellungen im MUCEM und das Fort St. Jean, das gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Fort St. Nicolas die Hafeneinfahrt bewacht.