Lost in Time

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Wir folgen den Spuren der Cro Magnons des Magdalenien tief unter die Erde und bestaunen die Zeichnungen und Gravuren, die aus längst vergangenen Zeiten zu uns sprechen.

Dank unseres Pass Monuments Nationaux, so einer Art Niederösterreichcard für Frankreich, dürfen wir die Originale in den Grottes Combarelles und Font de Gaume besichtigen. Um das Mikroklima in den Höhlen nicht zu stören und die prähistorischen Kunstwerke zu erhalten, ist die Besucherzahl hier streng limitiert. Fotografieren ist natürlich strengstens verboten und das wird auch kontrolliert. Ein paar Fotos stammen daher heute nicht von uns.

Wo wir in Combarelles bequem durchschlüpfen, war der ursprüngliche Zugang nur kriechend möglich. Die Abbildungen befinden sich erst im hinteren Teil der Höhle und entstanden oft im Liegen: Pferde, Bisons, Mammuts, Rentiere, Auerochsen, seltener auch Wollnashorn, Höhlenlöwe und Bär sind im Licht der Taschenlampe zu erkennen. Wie auf einer richtigen Safari offenbart sich die Menagerie oft erst durch die Hinweise des Führers. Farbige Darstellungen bilden hier die Ausnahme, da die Pigmente durch die hohe Luftfeuchtigkeit bereits vor langer Zeit verblasst sind. 

Anders in Font de Gaume, das noch eindrucksvolle polychrome Abbildungen zeigt. Rot, Braun, Gelb und Schwarz wurden verwendet. Besonders gut erhalten sind zwei Bisons, die unter einer Calcitschicht die Jahrtausende überdauert haben, wohingegen andere prähistorische Werke vielfach die Spuren späterer Höhlenbesucher aufweisen.

Am Nachmittag runden wir unseren Exkurs in die Zeit des Magdalenien mit einem Besuch des Abris de Cap Blanc ab. Hier finden sich wunderbar realistische Pferdereliefs, die im Spiel von Licht und Schatten fast aus der Wand herauszutreten scheinen. Eine der Künstlerinnen wurde vor ca. 15000 Jahren zu Füßen ihres Werkes begraben. (Ihr Skelett hat man respektlos in die USA verscherbelt.) Interessant ist auch die Verwendung der natürlichen Felsformationen. Dabei sind mitunter quasi hinter den Pferden Bisons zu erkennen. Ob hier der Clan der Pferde den Clan der Bisons verdrängt hat?

Sechs Burgen

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Wir verlassen die Mühle und das Quercy um weiter Dordogne abwärts bei Grolejac ein Kanu zu übernehmen. Diesmal haben wir die große Runde gebucht. Nicht weniger als 6 Burgen liegen vor uns auf den anstehenden 20 Flusskilometern. Auf diesem Abschnitt ist schon etwas mehr Betrieb als zuletzt. Dennoch, idyllische Badeplätze finden sich immer wieder, ab und zu reist ein Gast wie die gebänderte Prachtlibelle mit uns. Die für Mai absolut ungewöhnliche Hitzewelle hat Frankreich fest im Griff und wir sind froh, den heißen Tag am Wasser verbringen zu können, während eine riesige Burg, eine mittelalterliche Festung, ein bezauberndes Schlösschen an uns vorbeigleiten.

Zu Mittag legen wir in der Troglodytensiedlung Roque-Gageac an. Viele der Felsenwohnungen stehen heute jedoch leer. Wir schlendern ein wenig durch die Gassen, verzichten aber darauf bis zum Felsenfort hinauf zusteigen. Dafür bekommen wir endlich das lang ersehnte Eis!

Eh ich vergesse es zu erwähnen: Roque-Gageac ist natürlich auch ein “schönstes Dorf Frankreichs”, ebenso wie 2 Burgen weiter Beynac, das Ende unserer Flussfahrt.

Gegen Abend beziehen wir unseren Landsitz im Perigord Noir. In Gehentfernung zur “Hauptstadt der Vorgeschichte” Les Eyzies liegt das Anwesen in einem kleinen Weiler über dem Tal der Beune, das ebenso wie das bekanntere Vezeretal etliche prähistorische Fundstätten aufweist.

Vom Trubel der nahen Touristenhochburgen ist hier oben nichts zu merken und wir genießen den Swimmingpool und die Ruhe im Garten.

Vallée des Rocs – Legday

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In der Morgendämmerung weckt uns der Gesang einer Amsel noch nicht ganz so melodisch wie es sich gehört, der Junge muss wohl noch etwas üben. Die Idee ist jedoch nicht schlecht und als sich der Morgennebel über der Dordogne hebt, sind wir schon unterwegs (halb so schlimm, da ihr im Osten schon 2 Stunden Sonnenaufgangsvorsprung habt). Im Nachbardorf St. Sozy beginnt die Runde ”Des Roques et des Hommes”, die uns nach einem steilen Anstieg auf die Klippen über dem Fluss führt. Die Stöcke stehen leider gut zu Hause in der Mühle. Vom Aussichtspunkt sehen wir auf das Tal hinunter, dann geht es bergab weiter. Überraschend öffnet sich der Blick auf die riesige Burg des Tages: Belcastel über dem Ort Lacave am linken Ufer der Dordogne.

Der Rückweg führt unterhalb des Aussichtspunktes entlang eines Felsvorsprungs. Links senkrecht, teils überhängend, der Fels, rechts der Abgrund. Die Seilsicherung ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und nur noch bedingt vertrauenswürdig. Zumindest waren die Bergschuhe die richtige Wahl, um am Fels herumzukraxeln und ab und zu eine kleine Höhle zu erforschen. 

Des Hommes haben wir auf dieser abwechslungsreichen Wanderung nur einen getroffen.

Nach einer verdienten Siesta hoffen wir auf ein geöffnetes Eisstandl in Creysse. Das entpuppt sich als hübsches Kaff mit altem Gemäuer, Fähranleger und Flussbad. Auf anderweitige Erfrischungen müssen wir, ohne Pfingstmarkt, in der Nebensaison leider verzichten. Gott sei Dank ist unser Kühlschrank noch gut gefüllt!

Vallée des Rocs – Armday

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Am Morgen haben wir die Dordogne noch ganz für uns alleine. Wir gleiten mit unserem Kanu (viel bequemer als der Kajak) durch eine völlig naturbelassene Flusslandschaft, auf überhängenden Ästen warten die Reiher auf Beute, auf den Schotterinseln brüten die Flussseeschwalben, ein roter Milan quert in geringer Höhe den Fluss, Frösche quaken aus den Altwässern.

Auch die Dordogne hat sich über die Jahrtausende tief in das Gestein eingeschnitten, senkrechte Felswände, die Ablagerungsschichten der Sedimente noch gut erkennbar, spiegeln sich im Wasser. Das Gefälle ist wesentlich geringer als in der Tarnschlucht oder an der Ardeche, die Schnellen daher vergleichsweise harmlos.

Nur wenige Siedlungen befinden sich wie unser Zielort Meyronne direkt am Ufer. Lieber baut man hochwasserfrei wenn nötig in den Fels. Dies gilt auch für die – einspurigen – Straßen.

Um der Hitze zu entgehen, begeben wir uns am Nachmittag wieder einmal unter die Erde. Der Gouffre de Padirac ist nur wenige Autominuten entfernt. Der Einstieg erfolgt über einen kreisrunden Schlund (Gouffre) mit 35 m Durchmesser. Die Höhle wurde bereits im 19. Jahrhundert als Schauhöhle ausgebaut. Heutzutage gibt es für fußmarode auch einen Lift.

Die Höhle wird von einem unterirdischen Fluss durchflossen, der im zugänglichen Teil mit Booten befahren wird. In 2 Tauchexpeditionen wurde das System erkundet. Es entwässert zur Dordogne, ist ca. 12 km lang und tritt bei Monvalent als Karstquelle zu Tage. 

Wir folgen dem ausgewaschen Gang an zwei Seen vorbei und gelangen schließlich zum “großen Dom”, dessen Decke eine Höhe von mehr als 100 m aufweist. Die Vielfalt der Höhlen ist hier einfach beeindruckend!

Über den Hausberg

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Die Wanderschuhe ausgepackt und hinauf auf den Mont Mercou. Eine kleine Aufwärmrunde auf den Hausberg ist geplant. Im Schatten von Eichen und Edelkastanien steigen wir auf, am Wegrand blüht auch die eine oder andere Orchidee. Schon nach einer Dreiviertelstunde können wir vom Gipfelplateau den Blick über das Dordognetal genießen. Noch haben wir den Berg fast für uns alleine, die Gleitschirmflieger sitzen wohl beim Frühstück.

Wir entscheiden uns, weiter nach Martel zu gehen, dort soll es ja auch etwas zu Trinken geben.

Wir kommen aus dem Wald heraus und sehen in der Ferne – dreimal dürft ihr raten, was – eine riesige Burg. 

Ja, auch Martel ist eines der schönsten Dörfer Frankreichs (auch wenn’s zutrifft, ein etwas inflationärer Titel), mit einem mittelalterlichen Ortskern, Burg und Kirche. Am Jakobsweg gelegen bietet es eine Anzahl gastlicher Stätten und von 10:00-12:00 gibt’s einen Café für nur 1€.

Ab Mittag wird es richtig heiß und der Heimweg über Creysse zieht sich. Dort ist heute Pfingstmarkt, wenn man etwas trinken möchte, muss man vorher Jetons erwerben. Bis wir das verstanden haben, lassen wir den Pfingstmarkt Pfingstmarkt sein und schauen lieber, dass wir die letzten 2 km auch noch hinter uns bringen. Home sweet home, oder Le Moulin et Château moi

Werft den Anker, Werft den Anker! Ich sehe eine riesige Burg

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Es tut gut, die Beine hoch zu legen! Bei 35° im Schatten haben wir heute die, zeitmäßig, längste Überfahrt geschafft. Über die Causses und Vallees, vom Tarn zum Lot zur Dordogne reiht sich ein mittelalterliches Städtchen an das andere, auf fast jedem Hügel ein Chateau, jedes für sich als Sehenswürdigkeit angepriesen. Es ist unmöglich, sie alle zu besichtigen.
Als unbedingtes must see liegt das malerische St. Cirq de Lapopie, eines der “schönsten Dörfer Frankreichs” auf unserer Route. Wir erklimmen in der Mittagshitze den Aussichtsfelsen, tief unter uns der Lot mit Wehr, Mühle und Bootsrutsche.
Der Ort selbst bietet ein geschlossenes Ensemble mittelalterlicher Baukunst, ist jedoch sehr touristisch und die Preise sind dementsprechend.
Viel Zeit für den Café bleibt nicht, denn für 14:00 haben wir einen Besuch der nahegelegenen Grotte du Pech Merle reserviert. Hier sind die echten Höhlenmalereien, entstanden um 29000 v. Chr., zu sehen: Wunderschön und berührend die Darstellungen, darunter ein verwundeter Mann und die berühmten gepunkteten Pferde. Auch die Tropfsteingebilde, wie z. B. riesige Scheiben oder Höhlenperlen sind beeindruckend.
Jetzt dauert es nicht mehr lange und gegen Abend erreichen wir die alte Mühle, die wir für die nächsten Tage gemietet haben.
Das liebevoll restaurierte Steinhaus liegt am Fuße des Mt. Mercou zwischen Wald und Nussplantagen an einem Altarm der Dordogne.
Heute serviert der Chef Scholle mit Spargel auf Reis mit griechischem Salat. Bon appetit!

Unter Geiern

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Sag niemals nie! Ich überwinde tatsächlich meine Feigheit und stürze mich ins Abenteuer. Der Kanuverleih ist gleich gegenüber. Dementsprechend bleibt wenig Zeit, es sich noch anders zu überlegen. Jause und Handtuch in die Tonne und los geht’s den Tarn hinunter. Angeblich ja ganz easy – für ein Wildwasser;-)
Die Kommandos meines Kapitäns kommen etwas legasthenisch, außerdem ist das Kanu zwar recht stabil, aber auch schwerfällig zu manövrieren. Zumindest vom Damensitz aus fühlt es sich an, als hätte ich einen Treibanker draußen.
Nach den ersten Schnellen wächst das Selbstvertrauen und ich beginne die grandiose Felskulisse der Schlucht zu genießen.
Die Wassertemperatur ist wärmer als gedacht, und wir gehen baden – freiwillig! Während wir uns auf der Schotterbank zum Trocknen niederlassen, kreisen über uns – diesmal tatsächlich – die Geier. In den 80igern wurden im Naturpark Cevennen Gänse- und Mönchsgeier erfolgreich wieder angesiedelt. Wir zählen bis zu 12 Tiere auf einmal in der Luft.
An den unpassierbaren Kaskaden von Soucy heißt es aussteigen und bei einem frisch gezapften Bierchen auf den Shuttlebus warten.
Ein Abendspaziergang durchs Dorf führt uns an der alten Mühle und den Troglodytenhäusern vorbei bis zur Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Alte Fotos aus dem Dorf zeigen, wie vor dem Bau der Straße im Fluss mit Plättenverbänden getreidelt wurde. Unglaublich auch, dass bis zum Bau der Brücke 1905 auch das Vieh, das zur Sommerweide auf die Causse Mejean getrieben wurde, mit diesen Plätten übergesetzt werden musste.
Zum Abendesse gibt’s heute Wildschweinpastete – fehlt nur noch der Zaubertrank!

Wie Gott in Frankreich

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700 Stufen führt der Weg ins Erdinnere. Nicht der Mensch, sondern die Natur hat hier Kunstwerke geschaffen, die ihresgleichen suchen! Staunend stehen wir vor diesem Tropfsteinwunderland im Aven d’Orgnac, eine der größten Schauhöhlen Frankreichs: filigrane Säulen, mächtige Stalagmiten und bunte Steinvorhänge.
Doch heute liegt noch ein weiter Weg vor uns und wir sind noch nicht sehr weit gekommen. Bergauf, bergab schlängeln wir uns über die Cevennen, auf den Almen blüht der Ginster, in den mittelalterlichen Dörfern duftende Rosen. Überhaupt duftet Frankreich wunderbar nicht nur nach der allgegenwärtigen Lavendelseife, sondern nach Kräutern jeder Art.
Viel mehr als ein 50iger – Schnitt geht nicht. Bis zur Tarnschlucht zieht sich’s.
Hier reiht sich ein malerischer Ort an den anderen, die alten Steinhäuschen an die Felsen gepickt. Wir rätseln, was die Bewohner dazu getrieben hat, sich in dieser nur schwer zugänglichen Schlucht anzusiedeln. Auch heute noch sind manche Orte nur über den Wasserweg oder zu Fuß zu erreichen. Schutz in unsicheren Zeiten dürfte wohl ein Motiv gewesen sein. Bereits zu Zeiten der Völkerwanderung verschanzte man sich hier vor den anrückenden Franken.
Jetzt noch die letzten Kehren und im Herzen der Gorges du Tarn ragen vor uns die Mauern von La Malene auf: das entzückende mittelalterliche Schlösschen soll für die kommenden zwei Nächte unsere Heimat sein. Stilgerecht serviert man gebackene Froschschenkel als Entré des feudalen Abendmenüs.

Ein Jugendtraum wird war

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“Es ist wie Radfahren”, meint der Klaus mit einem breiten Grinsen im Gesicht. 18 m³/s statt der sommerlichen 5-6 verspricht dem Könner einigen Spaß in der Schlucht der Ardeche – und bestärkt mich in meiner Zurückhaltung. Auch von der geplanten Uferwanderung rät der Bootsvermieter wegen des erhöhten Wasserstandes ab. Also nehme ich per Auto die Verfolgung auf – und erwische den Meisterpaddler gerade rechtzeitig an den Schnellen, ehe er am Pont d’Arc wieder entschwindet.
Nass und happy bekomme ich meinen Abenteurer wieder.
Am Nachmittag begeben wir uns ein paar Jahrzehntausende zurück in die Steinzeit. Höhlenbären und Höhlenlöwen, Riesenhirsche, Auerochsen und Wildpferde teilen sich mit den Menschen des Aurignacien den unwirtlichen Lebensraum. Dennoch, in der Chauvethöhle wohnten nur die Bären, Menschen kamen nur hier her um ihre Kunst zu leben. Die Malereien gehören mit zu den ältesten der Welt und werden auf ca. 36000 v. Chr. geschätzt. Unglaublich die jagenden Löwen, kämpfenden Wollnashörner und galoppierenden Pferde mit wehender Mähne! Unglaublich auch, die ganze Pracht der UNESCO Welterbestätte gehört exklusiv uns alleine. Der Massentourismus hat mittwochs wohl ebenso wie die Geschäfte Pause.
Zum Auslüften wandern wir noch ein Stündchen durch den Steineichenwald, echte Tiersichtungen – wars etwa ein Wildschwein, oder sogar doch ein Wolf? – inklusive. Der Blick gegen Westen weist auf kommende Abenteuer hin. Cevennen, wir kommen!

Der Weg ist das Ziel

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Wie schon befürchtet passen die Öffnungszeiten der örtlichen Sehenswürdigkeiten und unser morgendlicher Tatendrang nicht ganz zusammen. Wir sehen das Fort St. André daher nur im Vorbeifahren und beschließen, über die Dörfer nach Orange zu gondeln. Nein Google, wir wollen nicht möglichst schnell ankommen! Sondern lieber etwas von der Gegend sehen, kurven durch enge Dorfstraßen und zweigen unterwegs mal ab, um Roquemaure zu besichtigen: im Überflutungsgebiet der Rhone gelegen, von einem mächtigen Steinwall geschützt, ist das dortige Chateau samt Türmchen am Felsen schon arg verfallen und der Zutritt verwehrt.
Das römische Theater von Orange ist noch so gut erhalten, dass die Bühne bis heute bespielt wird. Fast 10000 Leute passen hinein, eine ziemliche Kraxelei bis zu den obersten Rängen. Diese waren früher den Sklaven und Nicht- Römern vorbehalten und konnten nur über Außentreppen erreicht werden; könnt’ ja sonst ein Jeder. Eine 3D Animation lässt hinter die Kulissen blicken und haut einen geradezu sprichwörtlich vom Hocker.
Die Rhone entlang geht’s weiter bis wir in St. Martin auf die Ardeche Panoramastraße einschwenken. Elf Aussichtspunkte wurden hier eingerichtet. einer spektakulärer als der andere, winzig tief in der Schlucht die Paddelboote. Darüber kreisen die Geier, pardon, die seltenen Habichtsadler. Der Fels ist durchlöchert wie ein Emmentaler. Und weil noch etwas Zeit ist (wir sind ja auch rechtzeitig aufgebrochen), gönnen wir uns als Vorgeschmack auf weitere Höhlenexkursionen einen Besuch der Grotte de la Madeleine mit ihren zauberhaften bunten Tropfsteingebilden.
Zu guter Letzt erhaschen wir noch einen Blick auf die berühmte Felsbrücke über die Ardeche, ganz in der Nähe unseres heutigen Etappenziels Vallon Pont d’Arc.