Wie schon befürchtet passen die Öffnungszeiten der örtlichen Sehenswürdigkeiten und unser morgendlicher Tatendrang nicht ganz zusammen. Wir sehen das Fort St. André daher nur im Vorbeifahren und beschließen, über die Dörfer nach Orange zu gondeln. Nein Google, wir wollen nicht möglichst schnell ankommen! Sondern lieber etwas von der Gegend sehen, kurven durch enge Dorfstraßen und zweigen unterwegs mal ab, um Roquemaure zu besichtigen: im Überflutungsgebiet der Rhone gelegen, von einem mächtigen Steinwall geschützt, ist das dortige Chateau samt Türmchen am Felsen schon arg verfallen und der Zutritt verwehrt.
Das römische Theater von Orange ist noch so gut erhalten, dass die Bühne bis heute bespielt wird. Fast 10000 Leute passen hinein, eine ziemliche Kraxelei bis zu den obersten Rängen. Diese waren früher den Sklaven und Nicht- Römern vorbehalten und konnten nur über Außentreppen erreicht werden; könnt’ ja sonst ein Jeder. Eine 3D Animation lässt hinter die Kulissen blicken und haut einen geradezu sprichwörtlich vom Hocker.
Die Rhone entlang geht’s weiter bis wir in St. Martin auf die Ardeche Panoramastraße einschwenken. Elf Aussichtspunkte wurden hier eingerichtet. einer spektakulärer als der andere, winzig tief in der Schlucht die Paddelboote. Darüber kreisen die Geier, pardon, die seltenen Habichtsadler. Der Fels ist durchlöchert wie ein Emmentaler. Und weil noch etwas Zeit ist (wir sind ja auch rechtzeitig aufgebrochen), gönnen wir uns als Vorgeschmack auf weitere Höhlenexkursionen einen Besuch der Grotte de la Madeleine mit ihren zauberhaften bunten Tropfsteingebilden.
Zu guter Letzt erhaschen wir noch einen Blick auf die berühmte Felsbrücke über die Ardeche, ganz in der Nähe unseres heutigen Etappenziels Vallon Pont d’Arc.