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Uff. Hätte ich nicht mehr geglaubt, dass sich das ausgeht. Wochen im Voraus gebucht, weil hier ohne Online Reservierung angeblich nichts geht, und mit durchaus Luft weggefahren, haben sich der Nebenstraßendschungel und die Baustelle in der Ortsdurchfahrt in Montignac gegen uns verschworen.
Klaus glücklich. weil er dadurch nicht warten muss, ich glücklich, weil sich die Aufholjagd über die Bergstraße ausgezahlt hat, lassen wir uns in die Rekonstruktion der berühmten Höhle hinein schieben. Das Original ist seit 1963 geschlossen. Die Darstellungen hunderter Tiere, vorwiegend Pferde und Rinder, sind eindrucksvoll, die Gruppengröße und die erforderliche technische Ausstattung – der Guide ist nur über Kopfhörer zu verstehen – stören das richtige Höhlenfeeling denn doch etwas. Im angeschlossenen Museum werden die Repliken und ihre Entstehung nochmals näher erläutert und dürfen auch fotografiert werden.
Entdeckt wurde die Höhle 1940 von vier Jungs aus der Gegend, allerdings sind die, die das erste Mal seit ca. 21000 Jahren die Bilder sehen, nicht die eigentlichen Entdecker. Die wurden von einem “Freund” um ihre Erstbegehung betrogen….
Dieses spannende Detail am Rande erzählt dann unser sprach- und sachkundiger Führer in Lascaux II, der ersten Nachbildung aus den 80iger Jahren. Hier ist zwar nur ein Teil der Malereien zu sehen, das viel intimere Ambiente gefällt uns aber besser. Nichts Genaues über das Warum und Wieso die Menschen der Altsteinzeit diese Bilder malten, weiß man nicht. Fest steht, die Höhlen waren nicht bewohnt, rituelle oder spirituelle Gründe werden vermutet. Unser Führer vertritt die Ansicht, dass die Überlagerung von Pferdedarstellungen durch Rinder und zuletzt Hirsche einen Hinweis auf die versetzte Fortpflanzungszeit im Jahreszyklus enthält, was auf Fruchtbarkeits- oder Initiationsriten hindeuten könnte. Die ältere Deutung als Jagdzauber gilt heute als unwahrscheinlich, da das Hauptbeutetier auf dem Höhepunkt der Eiszeit das Rentier gewesen ist – in Lascaux sind jedoch keine Rentiere dargestellt.
Auf dem deutlich entspannteren Rückweg nehmen wir uns Zeit, St.-Leon-sur-Vezere mit der Mannoire de la Salle zu besuchen. Im Schlossgarten befindet sich eine 300 Jahre alte Zeder.
Die romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert wurde über einer gallo-römischen Villa errichtet. Das ganze Ensemble ist natürlich wieder eines der “schönsten Dörfer Frankreichs”. Es ist immer noch glühend heiß und wir beenden unsere Besichtigungen in einem schattigen Bistro am Ufer der Vezere.
Bravo, wie schön! Mein Semester ist vorbei! Noch drei, dann kann ich um diese Jahreszeit auch mal reisen hoffe ich! Viele Bussi vom Balkon mit den Füssen im kalten Wasserschaffl, Iris
PS: rechtzeitig auch, bevor die ganze Tour de France vorbeigefahren kommt, hab ich gerade gelesen! Da wäre auf der Strasse gar kein Durchkommen mehr gewesen… viele Bussi
schön, dass du dein Semester geschafft hast und ein wenig zur ruhe kommst, haben auch heute wieder die Vorsaisonruhe genossen,-)
Bussi Uschi