{"id":294,"date":"2026-05-29T18:55:43","date_gmt":"2026-05-29T16:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/frankreich.opa.cool\/?p=294"},"modified":"2026-05-29T18:55:43","modified_gmt":"2026-05-29T16:55:43","slug":"just-in-time","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankreich.opa.cool\/index.php\/2026\/05\/29\/just-in-time\/","title":{"rendered":"Just in Time"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">You are just in time &#8211; your tour starts in 1 minute!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uff. H\u00e4tte ich nicht mehr geglaubt, dass sich das ausgeht. Wochen im Voraus gebucht, weil hier ohne Online Reservierung angeblich nichts geht, und mit durchaus Luft weggefahren, haben sich der Nebenstra\u00dfendschungel und die Baustelle in der Ortsdurchfahrt in Montignac gegen uns verschworen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klaus gl\u00fccklich. weil er dadurch nicht warten muss, ich gl\u00fccklich, weil sich die Aufholjagd \u00fcber die Bergstra\u00dfe ausgezahlt hat, lassen wir uns in die Rekonstruktion der ber\u00fchmten H\u00f6hle hinein schieben. Das Original ist seit 1963 geschlossen. Die Darstellungen hunderter Tiere, vorwiegend Pferde und Rinder, sind eindrucksvoll, die Gruppengr\u00f6\u00dfe und die erforderliche technische Ausstattung &#8211; der Guide ist nur \u00fcber Kopfh\u00f6rer zu verstehen &#8211; st\u00f6ren das richtige H\u00f6hlenfeeling denn doch etwas. Im angeschlossenen Museum werden die Repliken und ihre Entstehung nochmals n\u00e4her erl\u00e4utert und d\u00fcrfen auch fotografiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entdeckt wurde die H\u00f6hle 1940 von vier Jungs aus der Gegend, allerdings sind die, die das erste Mal seit ca. 21000 Jahren die Bilder sehen, nicht die eigentlichen Entdecker. Die wurden von einem \u201cFreund\u201d um ihre Erstbegehung betrogen\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses spannende Detail am Rande erz\u00e4hlt dann unser sprach- und sachkundiger F\u00fchrer in Lascaux II, der ersten Nachbildung aus den 80iger Jahren. Hier ist zwar nur ein Teil der Malereien zu sehen, das viel intimere Ambiente gef\u00e4llt uns aber besser. Nichts Genaues \u00fcber das Warum und Wieso die Menschen der Altsteinzeit diese Bilder malten, wei\u00df man nicht. Fest steht, die H\u00f6hlen waren nicht bewohnt, rituelle&nbsp; oder spirituelle Gr\u00fcnde werden vermutet. Unser F\u00fchrer vertritt die Ansicht, dass die \u00dcberlagerung von Pferdedarstellungen durch Rinder und zuletzt Hirsche einen Hinweis auf die versetzte Fortpflanzungszeit im Jahreszyklus enth\u00e4lt, was auf Fruchtbarkeits- oder Initiationsriten hindeuten k\u00f6nnte. Die \u00e4ltere Deutung als Jagdzauber gilt heute als unwahrscheinlich, da das Hauptbeutetier auf dem H\u00f6hepunkt der Eiszeit das Rentier gewesen ist &#8211; in Lascaux sind jedoch keine Rentiere dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem deutlich entspannteren R\u00fcckweg nehmen wir uns Zeit, St.-Leon-sur-Vezere mit der Mannoire de la Salle zu besuchen. Im Schlossgarten befindet sich eine 300 Jahre alte Zeder.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert wurde \u00fcber einer gallo-r\u00f6mischen Villa errichtet. Das ganze Ensemble ist nat\u00fcrlich wieder eines der \u201csch\u00f6nsten D\u00f6rfer Frankreichs\u201d. Es ist immer noch gl\u00fchend hei\u00df und wir beenden unsere Besichtigungen in einem schattigen Bistro am Ufer der Vezere.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>You are just in time &#8211; your tour starts in 1 minute!\u201d Uff. H\u00e4tte ich nicht mehr geglaubt, dass sich das ausgeht. 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